viernes, 2 de enero de 2015

BÁRBARA KÖHLER [14.391] Poeta de Alemania


BÁRBARA KÖHLER

Barbara Köhler (Nació el 11 de abril 1959 en Burgstädt, Alemania) es una poeta alemana y traductora.

Barbara Köhler creció en sajón Penig y asistió en Plauen a la escuela secundaria, se formó para trabajadora calificada para la fabricación de textiles, pero trabajó en Karl-Marx-Stadt como enfermera geriátrica y como técnico de iluminación en el Teatro Chemnitz. Entre 1985 y 1988, se graduó en literatura en el Instituto de Literatura Johannes R. Becher. 

Publicaciones 

Poesía 

Deutsches Roulette. Gedichte 1984-1989. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991
Blue Box. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995
In Front der See. 1995
36 Ansichten des Berges Gorwetsch. Dörlemann, Zürich 2013 

Prosa

Retrospektive (1991)
Wittgensteins Nichte. Vermischte Schriften, Mixed Media. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999
Mit Osmar Osten: Ungarisches Wasser (2000)
Rondeau Allemagne i inne wiersze (2005)
Niemands Frau. Gesänge zur Odyssee. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007
Neufundland. Schriften, teils bestimmt. Edition Korrespondenzen, Wien 2012

Traducciones 

Gertrude Stein : zeit zum essen. eine tischgesellschaft. objects, food and portraits by Gertrude Stein (Audio-CD, 2001)
Gertrude Stein: Tender Buttons. Zarte knöpft (2004)
Samuel Beckett : Trötentöne / Mirlitonnades. Gedichte (2005)


Barbara Köhler was born in Burgstädt, in former East Germany, on April 11, 1959 and grew up in Penig. After leaving school, she spent some time working in the textile manufacturing industry in Plauen, in a care home for the elderly, and as a lighting assistant in the city theatre in Karl Marx Stadt (now Chemnitz). From 1985 to 1988 she studied at the Johannes R. Becher Literature Institute in Leipzig and began publishing work in magazines. After the fall of the Wall, her debut collection, Deutsches Roulette (German Roulette), was published in 1991 by Suhrkamp Verlag. It was followed by many more, including the poetry collection Blue Box (1995) and Wittgensteins Nichte (Wittgenstein’s Niece; 1999).




Gedicht

yo me nombro tú porque así la distancia
pasa entre nosotros como de piel
a piel nosotros no estamos 
para diferenciarnos separarnos 
uno y lo otro es la frontera
la lesión del cruce
una herida abierta tú me nombras
yo quién de nosotros dos dice
aquí tienes un cuchillo
hazme mi hendidura.

Versión de Marco Lagunas




Gedicht

ich nenne mich du weil der Abstand
so vergeht zwischen uns wie Haut
an Haut wir sind nicht
zu unterscheiden zu trennen eins
und das Andere die Grenze ist
die Verletzung der Übergang
eine offene Wunde du nennst mich
ich wer von uns beiden sagt
hier hast du ein Messer
mach meinen Schnitt.





Valzer solo

Quel sogno di sorreggere ed essere sorretti.

Non volteggiare come se nulla fosse accaduto
Sugli abissi tra te e me.

Sugli abissi tra te e me
Finito danzando in lieve mestizia di vicina lontananza
Quel sogno di sorreggere ed essere sorretti.

Quel sogno di sorreggere ed essere sorretti
Sugli abissi tra te e me
Finito danzando in lieve mestizia di vicina lontananza
Non volteggiare come se nulla fosse accaduto.



Rondeau Allemagne

Ich harre aus im Land und geh, ihm fremd,
Mit einer Liebe, die mich über Grenzen treibt,
Zwischen den Himmeln. Sehe jeder, wo er bleibt;
Ich harre aus im Land und geh ihm fremd.

Mit einer Liebe, die mich über Grenzen treibt,
Will ich die Übereinkünfte verletzen
Und lachen, reiß ich mir das Herz in Fetzen
Mit jener Liebe, die mich über Grenzen treibt.

Zwischen den Himmeln sehe jeder, wo er bleibt:
Ein blutig Lappen wird gehißt, das Luftschiff fällt.
Kein Land in Sicht; vielleicht ein Seil, das hält
Zwischen den Himmeln. Sehe jeder, wo er bleibt.




In the movies

„Film ist vierundzwanzigmal
         Wahrheit pro Sekunde“
                 Jean-Luc Godard


Vierundzwanzigmal pro Sekunde
laufe ich mir davon kommt etwas
auf mich zu sagt: Ich


laufe davon bin fest
gehalten in den Bildern
die laufen ein Massaker
jede Bewegung eine Wendung
im Schlaf in vierundzwanzig
Stück pro Sekunde Stunden
der Tag zerteilt eine gepreßte
Stimme die Tonspur sagt: Ich


hab mich verlaufen sehe vor
lauter Bildern den Film nicht
den Stillstand sehe mich vor
vierundzwanzig Feststellungen
pro Sekunde bewegt die Hand
in den Mund gestopft: Leben

tut weh Madame beißen Sie zu.





Angel

für Beat Reichlin

die dinge die mit mir nichts zu tun haben
wollen die menschen die gehen sie bleiben
mir: befremdlich die ordnung & die andere
hälfte des lebens eine zeit die halbwerts
zeit ist gleich gültig zerfall & strahlung
von dingen, die aus der habhaft entlassen
sind heruntergekommen & kontaminieren die
gründe auf denen ich gehe: abgefallen vom
glauben ans unbedingte das nicht gehalten
hat wie alles versprochene versagt das am
boden liegende ding die auskunft: distanz
halten & loslassen aufheben die erdung in
augenschein nehmen die dinge die menschen
leere zeit zu vergessen was gut & böse war
zu erfüllen – die dinge lassen mich gehen
mich sehen ein ding der unmöglichkeit das
unding mensch es könnt lieben könnte gehn




Hinge-Angel

for Beat Reichlin

things which have nothing to do 
with me nor wish to the people 
coming and going they remain
strange to me: order and the other
half of life and a time like a half-
life in different disintegration radi-
ation of things let go from the gotten-
hold-of come down and contaminate 
the grounds over which i go: fallen 
from a faith in the absolute that did 
not hold like all promises with
held the thing lying on the ground 
the facts: keep one’s distance and let 
go lift up the grounding keep it in
sight things people empty time 
to forget what was good or evil 
to fulfill – things let me go and 
see a thing of impossibility a no-
thing it could love it could go


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