lunes, 21 de marzo de 2016

MARIA NATT [18.272]


Maria Natt 

(Oldenburg, Alemania   1988) vive, lee y escribe en Berlín. Desde 2009 es miembro del colectivo poético G13. Publica sus poemas en bares, revistas y antologías, así como en www.gdreizehn.wordpress.com



lampedusa isola
el perro sano y de una raza que mezcla
las vacaciones y la distracción
en la radio las primeras noticias

el mundo se recupera de la crisis
en las millas de playa liberadas en el sur de europa del mundo
a primera hora de la mañana gente haciendo footing y tazas de café

dos individuos aislados recogen los últimos desperdicios
tales como los restos de ayer por la noche en la valla de la frontera
unos cuantos cuerpos alcanzaron la costa
y otro debe hacerlo

son contratados a jornada completa para la coyuntura interna
albañiles y pescadores
que necesitan más materiales
y patrones para después



*



dices: comida suaba, autarquía del viajero.

tú, esos idilios gordos y gastados
saín sin nubes de la salida.

piensas: la poesía nacional piensa: el yunque piensa:
sin piedras las bocas de todos los salvajes fluyen hacia el arroyo

algo sin melodía ha cruzado la barrera
te arrastra desnudo por los siete mares hacia el pecho

tú, el único arbusto en este claro del bosque
lo arrancas, masticas sus raíces, tienes sed.



 *

  

según un cuadro de Edward Hopper

sentado, transición sin problemas al ambiente
al otro lado de la fachada
no sabe si cae la tarde

medio siglo en la retina y de ello
llevas restos en la ralla del pantalón
tu camisa, un paño abierto

podría ser una vela, podría ser azul cielo
podría ser la piel una superficie libre
saber de dónde viene

Traducción: Carlos Catena Cózar
 http://latribudefrida.com/poesia/poesiajovenalemania1/



Maria Natt, geboren 1988 in Oldenburg. Lebt, liest und schreibt in Berlin, seit 2009 Mitglied der G13. Veröffentlicht Lyrik in Kneipen, Zeitschriften und Anthologien, und auf www.gdreizehn.wordpress.com


Erkenntnisse zu Ordnung und Fiktion I

Nehmen wir an wir wären ein Haus,
eine Reihe von Häusern, und wenn es nun so wäre,
dass wir uns verhielten als wären wir Häuser
Akteure im leerstehenden Partisanenkampf,
wenn es sich so verhielte dass wir ausharrten
an einem stummen stück Erde,
an einem Himmel der stumpf geworden ist vor Nässe,
eine traurige Pflanze die weint und weint.
Wir müssen die Pflanzen verstehen lernen
ihre Form als widersinnig und srukturlos erkennen
alles was wir einmal wussten geht in den Erdball
und kommt vom Erdball in den Mond zurück.
Wir beißen zu mit einer Härte
die die Krebse nicht kennen. indem wir sagen:
nichts von diesen Organisationsformen käme dem Menschen gleich.
Wir bitten die Riege um Verzeihung,
hängen Häute in den Wind und besprühen sie hin und wieder mit Most.
Das Heiligtum der Prozeduren liegt in ihrem Heiligtum selbst.
Und wahrlich es ist doch ganz erquicklich
kann man die Dinge auf diese weise besorgen.




sommer herbst morgen berlin 16°C

ich sollte rausgehen ein fenster öffnen wenigstens
akzeptieren dass der morgen ein vormittag ist
ich kann mir nicht helfen
könnte mir großes vornehmen
oder die m4 zum hackeschen
ich denke nicht viel in letzter zeit
ausser durch den regen zu gehen und ja
ganz unmetaphorisch
ich könnte das haus verlassen
mich abgewöhnen oder ausbaden
ich bin nicht gut im begreifen
das mit den jahreszeiten den tagabständen
die sache mit dem frühstück und ja
ich kann mir nicht helfen
und wenn ich rausgehe dann sind da die bordsteinfugen
und die abstände und die zwischenräume
da wo man hintreten darf
dann kann ich durch den regen gehen
und ganz laut august denken
alle sachen wieder hinstellen und kreuze machen
aber helfen dann doch nicht
vielleicht später oder ja ein andermal




Kettenglied 2.15

Haarklein zaehl ich
messe mein ausmass 5x am tag
umfang von finger teilt ohrlaeppchen um 1/3
radius des ellenbogens perfekt fuer den ernstfall
mein schatten ein belegexemplar
wie willst du strassen aus zucker lieben wenn nicht mit der ganzen fussbreite?

um zu wissen was sein wird
musst du wissen wer du bist
vielleicht kannst du das nicht verstehen
vielleicht liebst du mich, aber ich
liebe meine pankreas

beneide alle maschinen
die ihre zahnriemen lieben koennen
– ohne scham
die freude des besitzes ist eine heimliche
das konto meiner anatomie niemals leer

es ist wahr
ich liebe den winkel deiner straehnen zueinander
durch schoenheit wird nicht alles legitim
ich werde: alle rechnungen mit dir offfen lassen
deinen schatten nicht herausfordern
deine wirbelsaeule hinnehmen wie sie ist.




die frau an der station

die frau an der station lässt die blumen fallen
ich bleibe für immer allein
der brustkorb dreht frei, spudelnde bläschen
wasserstoffe in ungleicher temperatur
trägt sie die einkäufe nach hause
dekoriert den milchschaum mit pulver
schablonen meiner lunge
die ihre fensterflügel öffnen

mineralwasserluft
eine schüchterne pfütze
tropft auf die dielen
sie hat eine saubere wohnung
ich bin teil ihres milchschaumes
ihres einkaufszettels an vormittagen
wo mein haufen frischer wäsche
auf ihrem boden verdampft





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