lunes, 14 de diciembre de 2015

ODILE KENNEL [17.763] Poeta de Alemania


Odile Kennel

Nacida en 1967 en Bühl (Baden), Alemania, es una franco-alemana escritora, poeta y traductora.

Publicaciones 

Prosa 

Was Ida sagt , dtv premium, München 2011 [5]
Wimpernflug – eine atemlose Erzählung , Edition Ebersbach, Dortmund 2000

Poesía 

oder wie heißt diese interplanetare Luft , dtv premium, München 2013 

Traducciones

Érica Zíngano: Ich weiß nicht warum. Zeichnungen und Texte für Unica Zürn Aus dem Portugiesischen (Brasilien), hochroth Verlag, Berlin 2013
Ricardo Domeneck: Körper: ein Handbuch Aus dem Portugiesischen (Brasilien), Verlagshaus J. Frank, Berlin 2013
Damaris Calderón: Sprache und Scharfrichter Aus dem Spanischen (Kuba), Parasitenpresse, Köln 2011
Angélica Freitas: Rilke Shake Gedichte zweisprachig, aus dem Portugiesischen (Brasilien), Luxbooks, Wiesbaden 2011
Jean Portante: Die Arbeit des Schattens Aus dem Französischen, Editions PHI, Esch/Alzette 2005

Premios 

2014 2. Platz beim Lyrikpreis München
2014 Stipendium des Stuttgarter Schriftstellerhauses [8]
2013 Gisela-Scherer-Stipendium
2012 Arbeitsstipendium des DÜF für die Übersetzung eines Gedichtbandes von Ricardo Domeneck
2011 Alfred-Döblin-Stipendium
2011 Teilnahme an der Erlanger Übersetzerwerkstatt [9]
2011 Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
2009 Arbeitsstipendium des DÜF für die Übersetzung des Gedichtbandes „Rilke Shake“ von Angélica Freitas
2004 1. Preis des Rheinsberger Autorinnenforum
2004 Auslandsrecherchestipendium des VS/Auswärtigen Amtes für „Was Ida sagt“
2001 Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas der Stiftung Kulturfonds
2000 Arbeitsstipendium für Berliner Autorinnen und Autoren des Berliner Senats
1996 Würth-Literaturpreis



Traducción de Silvana Franzetti


& dann fing ich noch einmal mit der Zeile an

auf einmal, da war ich
an dieser Stelle aus meinem Leben
heraus, an dieser Stelle war
wenn man genau hinsah, nichts
Nennenswertes, kein Nennwert, kein
Ding, kein Name für das Ding.

Hätte ich geklopft, man hätte mich vielleicht
hereingelassen. Ich brauche dieses blasse
Licht im März, sage ich, ich brauche es
am Samstagnachmittag das Klirren
der Glascontainer zu hören und dabei zu denken
dass ich an nichts denke, ich brauche es
dass ein Schuh nur ein Schuh ist
ein Kühlschrank ein Kühlschrank
und der Wecker da draußen
der jeden Tag um die gleiche Zeit piept
nur ein Wecker da draußen
der jeden Tag um die gleiche Zeit piept.

Diese neue Zeile, die ich beginne, endet
vielleicht nie, oder hebt ab
so wie ein Hund hinausliefe, nur
weil die Tür offen steht

nach Zeilen von Rolf Dieter Brinkmann



Y entonces empiezo una vez más con la línea

de repente estuve ahí, 
en ese lugar, fuera de 
mi vida, en ese lugar no había,
si se mira con precisión, nada 
significante, ningún valor nominal, ninguna
cosa, ningún nombre para la cosa.

Si hubiera golpeado, tal vez 
me hubieran dejado entrar. Me falta esa luz
descolorida de marzo, quiero decir: me hace falta
escuchar el sábado al mediodía el sonido
de los vidrios en el container y por eso pensar
que no pienso en nada, necesito pensar
que un zapato es nada más que un zapato;
una heladera, una heladera
y el despertador ahí afuera 
que cada día pía a la misma hora,
nada más que un despertador ahí afuera
que cada día pía a la misma hora.

Esta línea nueva que empiezo tal vez no 
termina, o despega, así 
como saldría corriendo un perro, sólo
porque la puerta está abierta.



Salbei denken

ich denke Salbei, wenn ich Salbei
sehe, denke grüngraue, samtene Blätter
paarweise gegenständig, Lippenblütler
bitter und würzig, oder ich denke nichts
nicht Salbei, nicht Pflanze, nicht Duft
weil vor lauter Denken der Salbei
wohl vorkommt am Fenster, doch
verkommt im Kopf, er also für mich
nicht existiert, er aber für sich
existiert und nicht weiß, wie er heißt
und nichts weiß von seiner Existenz
vermutlich gar nichts weiß.

Ich denke du wenn ich nicht
Salbei denke, nicht denke
dass die Mauersegler dösen
in den höheren Schichten der Luft
während wir wach liegen am Fenster
ich denke du, während der bittere
und würzige Duft in deine und meine
Existenz dringt, von der er nichts weiß
und so entsteht ein existenzielles
Ungleichgewicht im Nachmittagslicht
denn wir wissen, wir wissen sehr genau
dass alle Zeit nur eine himmelwärts stürzende
Tasse ist oder ätherisches Öl, oder
eine Apparatur der Einsamkeit, vermutlich

mit einem Zitat von Ulrike Draesner
(aus: oder wie heißt diese interplanetare Luft. dtv premium 2013.)



Pensar salvia

pienso salvia cuando miro 
salvia, pienso verde grisáceo hojas de terciopelo
por parejas opuestas, labiadas
amargas y aromáticas o no pienso nada 
ni salvia ni plantas tampoco aroma
porque por puro pensamiento la salvia
prende bien en la ventana, sin embargo
se echa a perder en la cabeza, entonces para mí
la salvia no existe, aun así existe 
para sí y no sabe cómo se llama 
y no sabe de su existencia
es posible que no sepa absolutamente nada.

En vos pienso cuando no 
pienso salvia, no pienso que 
los vencejos dormitan
en las esferas más altas del aire 
mientras estamos despiertas al lado de la ventana
en vos pienso mientras el aroma amargo
y a especia en tu existencia 
y en la mía viene de donde el aroma mismo no sabe
y así surge un desequilibrio 
existencial en la luz de la tarde
porque sabemos, sabemos con precisión
que el tiempo es nada más que una taza 
que se tira hacia el cielo o aceite etéreo o 
un dispositivo de aislamiento, es posible

(Cita en itálica de Ulrike Draesner)












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