viernes, 9 de mayo de 2014

SOPHIE MEREAU [11.646] Poeta de Alemania



Sophie Mereau

Sophie Friederike Mereau (de soltera: Sophie Schubart; Altenburg, 27 de marzo de 1770 – Heidelberg, 31 de octubre de 1806) escritora romántica alemana.

Empezó a granjearse cierta notoriedad en 1791 al publicar sus escritos en la revista literaria Thalia de Friedrich von Schiller, gracias a lo cual pudo interactuar con muchos poetas de su época (Schiller, Schlegel, Goethe...) Se casó en 1793 con el profesor de derecho Friedrich Karl Mereau con quien tuvo un hijo. Pero desgraciadamente este matrimonio acabó en divorcio en 1801. Se volvió a casar en 1803 con el poeta Clemens Brentano y murió tres años más tarde dando a luz.

Obra

1794 - Das Blüthenalter der Empfindung
1798 - Marie
1800 - Elise
1803 - Amanda und Eduard
1806 - Flucht nach der Hauptstadt





(Traducción de Federico Bermúdez-Cañete y Esther Trancón y Widemann)

A las lectoras

Lleva, atrevido, al aire fresco y alto
el árbol orgulloso su cabeza real,
y esparce sus suaves aromas aquel lirio
por el claro jardín de tierna fronda, lejos,
y blancas floraciones susurran por las rocas,
privadas de su adorno por el ligero céfiro,
mientras la alpestre rosa, en ardor sumergida,
exhala en soledad su dulce espíritu.

Y ya todas despiertan, cual place a su sentido,
distinta excitación, dentro del que contempla,
ésta la admiración, suave alegría aquélla,
y ésa el deseo con lágrimas calladas de nostalgia;
en paz parecen todas, sin pelea,
hondamente conscientes del propio valor íntimo,
y están contentas con la hermosa vida
que para sí tuvieron, y la vuelve a dar.

Así forman también figuras ondulantes
que, al conjurarlas el espíritu del tiempo,
se despliegan desde un reino de fantasía,
en palabras y escritos, con vida, ilimitadas;
sólo que nadie intente sujetarlas a todas,
o será perturbado en su propio camino.
Pero todas anuncian el sentir animoso,
de su empuje interior el gozoso comienzo.

Pues todo el que en aquel dichoso espacio
ha osado alguna vez el atrevido vuelo,
devuelve muy gustoso lo que le dice, como
lejano sueño, un eco silencioso, en el alma.
Así os es traída alguna orla callada
de flores, desde el reino aquel de fantasía.
De flor del prado un ramo, multicolor corona
que pronto caerá con la danza de las Horas.

Pero antes que las hojas, temblando, se marchiten,
que consigan tejer dentro de vuestras vidas
un sentido amistoso, dentro de la presión
embrollada y confusa de los aconteceres.
Una dulce intuición me apremia a que me eleve
y me susurra como un lejano presagio:
que las flores que yo para vosotras tejo
más bellas las reencuentre en vuestro pecho.









An einen Baum am Spalier

Armer Baum! – an deiner kalten Mauer
fest gebunden, stehst du traurig da,
fühlest kaum den Zephyr, der mit süßem Schauer
in den Blättern freier Bäume weilt 
und bey deinen leicht vorübereilt. 
O! dein Anblick geht mir nah!
und die bilderreiche Phantasie
stellt mit ihrer flüchtigen Magie
eine menschliche Gestalt schnell vor mich hin, 
die, auf ewig von dem freien Sinn 
der Natur entfernt, ein fremder Drang 
auch wie dich in steife Formen zwang.








Abschied an Dornburg

Du Berg, der frei die hohe Stirn erhebt,
wo oft der Strahl des Morgens mich umwebt,
du Welle, die das Ufer spielend neckt,
wie Menschenstimmen oft mich leicht erschreckt,
du Abendrot, das auf der Welle schwimmt,
ihr Würmchen, die, in Dämmerung entglimmt,
durch Busch und Flur in schnellen, leichten Tänzen,
mir, wie herabgefallne Sterne glänzen,
du ewig unbewegter Tannenwald,
der stillen Sorge trauter Aufenthalt,
der Hain, wo einsam Philomele girrt,
worin ich oft mutwillig mich verirrt,
der Weide Duft, der still die Lüfte küßt,
- seid alle mir zum letztenmal gegrüßt!
Lebt wohl! Ihr habt mit unschuldvollem Scherz,
mit goldnem Traum oft mein Gemüt entschleiert,
und meine Ruhe fühlend mitgefeiert!
Auch ihr vermißt der Freundin leichte Spur,
denn was ist, ohne das empfindungsvolle Herz,
das sie versteht, die lieblichste Natur?








Mitgefühl

Wer nicht, voll reiner Menschenhuld,
mit rascher, schöner Ungeduld,
der Brüder tiefes Leiden sieht,
und tätig es zu lindern glüht;

Der, dessen Herz nicht höher schlägt,
von Mitempfindung süß bewegt,
wenn, von des Glückes Hauch belebt,
die Freude fremde Busen hebt:

Und flög' sein Nam' im Lichtgewand
des Ruhmes über Meer und Land,
und ordnete sein Herrscherblick
von Millionen das Geschick;

Und hätte ihm des Schicksals Hand
der Gaben schönste zugesandt:
das Glück, geliebt zu sein - gebricht
ihm dies Gefühl - ich neid' ihn nicht!

O Mitgefühl, der Menschheit Glück!
was trocknete den nassen Blick
was hielt' an der Verzweiflung Rand
zurück, wär's nicht der Freundschaft Hand?

Sei ewig, ewig heilig mir!
Schon manche Freude dank' ich dir.
Weint einst mein Aug' in Mißgeschick,
so tröste mich dein Engelblick!







Natur

Ein Segensstrom wallt durch die blauen Lüfte;
dem Hain entrauscht die frohste Symphonie.
Vom Liebeshauch des Frühlings sanft bezwungen,
zu neuer Wirksamkeit emporgedrungen,
eint alles sich zu süßer Harmonie.

Ich stimme mit in deine Jubelchöre,
Natur; ich störe deine Feier nicht.
Durch dich bin ich auf ewig dir geboren,
froh hab' ich ew'ge Liebe dir geschworen;
und wehe dem, der diese Bande bricht!

Ich wär' ein Vorwurf deiner Freudenfülle,
ein Sterbeton in deinen Brautgesang? -
und könnt' es seh'n, mit gramerfüllten Blicken,
wie, überstrahlt vom himmlischen Entzücken,
der Frühling dich mit Liebesarm umschlang?

Von deiner Allgewalt, Natur, bezwungen,
bring' ich dir jeden Schmerz zur Opferung.
Hier, wo die Lüfte Segen niederregnen,
wo alle Kräfte freudig sich begegnen,
hier wäre Schwermut feige Lästerung.

Vor dir, Natur - wie fliehen die Dämonen,
durch die ich selbst mir meine Ruhe stahl! -
Bedürfnisse, die dich nicht Mutter nannten,
Begehrungen, die keine Grenzen kannten,
verlöschen all' in deinem Wonnestrahl.

Wer könnte noch dich dumpfer Trauer weihen,
im Hain von sanfter Hellung überwallt,
wo süße Düfte meine Nerven reizen,
nach meinen Blicken tausend Blumen geizen,
und Freude süß aus allen Wipfeln hallt?

Ich stehe da, von Hochgefühl durchdrungen,
und fühle wieder meines Lebens Glück.
Verschwunden waren meine süßen Träume,
und schon versank in lebensleere Räume
der Hoffnung Stern vor dem bewölkten Blick.

Hier fühl' ich mich, von allem Gram entladen,
entflammt, durchbebt von neuer Lebenslust.
Die Welt verheißt, mich wieder zu beglücken;
ich sinke still mit seligem Entzücken,
Natur, geheilt an deine Mutterbrust.


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